Neue chinesische Zollsenkungen mindern Kosten für Produzenten und Verbraucher

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Um die Kosten für Produzenten und Verbraucher weiter zu mindern, kündigte China am 26. September neue Zollsenkungen an.

Zusammen mit den Kürzungen welche bereits Anfang des Jahres verkündet wurden, sollen Chinas Zollsenkungen die Importkosten um RMB 60 Milliarden (US$ 8,73 Milliarden) senken.

Obwohl Chinas hohe Zölle während des Handelskrieges mit der USA häufig zum Angriffsziel des US-Präsidenten Donald Trumps wurden, sind diese Zollsenkungen kein Zugeständnis aus Wirtschaftsverhandlungen.

Sie sind vielmehr eine Maßnahme, um die Auswirkungen der US-Zölle auf chinesische Unternehmen zu mindern.

Senkung der Einfuhrzölle wird im November wirksam

Die letzte Runde der Zollsenkungen, welche am 01. November 2018 wirksam wird, senkt die Zölle von 1.585 steuerpflichtigen Artikeln.

Von den Zollsenkungen betroffene Industrien sind unter anderem: Maschinen, Textilien, Papierprodukte und Baumaterialien.

Laut einer Stellungnahme des Staatsrats beinhalten die Zollsenkungen:

  • Elektronische Geräte und andere Industrieprodukte von 12,2 Prozent auf 8,8 Prozent;
  • Textilien und Baumaterialien von 11,5 Prozent auf 8,4 Prozent;
  • Papier und andere Rohstoffe von 6,6 Prozent auf 5,4 Prozent;

Kostensenkungen für Produzenten in China

Im Vergleich zu den letzten beiden erheblichen Zollsenkungen, welche hauptsächlich Konsumgüter betrafen, konzentriert sich diese Zollsenkung stärker auf industrielle Produkte und Materialien, welche häufig in der Produktion verwendet werden.

Diese Zollerleichterungen führen zu erheblichen Kosteneinsparungen, insbesondere für Unternehmen, welche häufig Produkte importieren, die von dem sich verschärfenden Handelskrieg zwischen den USA und China betroffen sind.

In den ersten acht Monaten dieses Jahres importierte China Maschinen und elektrische Geräte im Wert von 632 Milliarden US-Dollar. Die neuen Zollsenkungen sollen daher die hohen US-Zölle teilweise ausgleichen.

Chinas angebotsorientierte Reformen

Auch wenn der Zeitpunkt dieser Zollsenkungen auf den Handelskrieg mit den USA zurückzuführen ist, fallen sie ebenso in die umfassende angebotsorientierte Reformpolitik Chinas. China will den heimischen Verbrauch ankurbeln, die Kosten für Geschäftstätigkeiten im Land senken und seine Produktionskapazitäten aufwerten.

Letztes Jahr – bevor der Handelsstreit zwischen den USA und China ernsthaft startete – hat China die Zölle für eine Reihe von Konsumgütern bereits erheblich gesenkt. Daher ist die Senkung der Einfuhrzölle nur die Neueste von vielen Maßnahmen die China unternimmt, um seine makroökonomischen Grundlagen zu stärken.

Weitere Maßnahmen beinhalten: Ausweitung von Ausfuhrsteuerrabatten, Steuersenkungen für Klein- und Kleinstunternehmen, Zollsenkungen für ausgewählte Länder und regionale FDI-Anreize.

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