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Veränderungen des Geschäftsbereichs von Unternehmen in China

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Unternehmen entwickeln sich. Entweder durch natürliche Erweiterung oder eine Midlife Crisis – manchmal ist es notwendig Neuland zu erschließen. In China sind die Aktivitäten eines Unternehmens nach seinem Geschäftsbereich definiert, welches die Industrien beschreibt, in denen dieses erlaubt ist betrieblich tätig zu werden. Aus diesem Grund muss jeder bedeutenden Veränderung in den Aktivitäten eines Unternehmens eine registrierte Veränderung des Geschäftsbereiches vorangehen.

Zur Einfachheit nehmen wir in diesem Artikel an, dass das betreffende, ausländisch investierte Unternehmen ein vollständig in ausländischem Besitz befindliches Unternehmen ist. Vollständig in ausländischem Besitz befindliche Unternehmen können nach drei Typen kategorisiert werden – Dienstleistungen, Handel oder Produktion – welche in Bezug auf den berechtigen Geschäftsbereich und den Prozess der Unternehmensgründung Unterschiede aufweisen. Im Allgemeinen ist es viel einfacher eine Veränderung des Geschäftsbereiches innerhalb der existierenden Unternehmenskategorie einzureichen, als zum Beispiel von einem vollständig in ausländischem Besitz befindlichen Dienstleistungsunternehmen zu einem Produktionsunternehmen zu transformieren.

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Auflösung einer Repräsentanz in China

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Für ausländische Unternehmen die beabsichtigen in den chinesischen Markt zu expandieren, ist eine Repräsentanz (RO) oft der einfachste Eintrittsmodus, da hierbei keine Notwendigkeit für eingetragenes Kapital besteht.

Allerdings sollten Investoren beachten, dass die Auflösung einer Repräsentanz in China mitunter zeitaufwändiger und komplexer sein kann, als die eigentliche Gründung. In diesem Artikel wird der komplette Prozess der Auflösung einer Repräsentanz im Detail beschrieben und ein strategischer Leitfaden für die praktische Durchführung vermittelt.

Gemäß den 2013 vom Staatsrat revidierten „Administrative Regulations on the Registration of Permanent Representative Offices of Foreign Enterprises” muss ein ausländisches Unternehmen sich für die Geschäftsauflösung bei allen relevanten Zulassungsbehörden innerhalb von 60 Tagen nach dem Eintreten einer der unten aufgeführten Geschehnisse melden:

  • Das ausländische Unternehmen schließt die Repräsentanz;
  • Die Repräsentanz führt nach Ablauf der Konzessionsdauer keine Geschäftsaktivitäten mehr durch;
  • Das ausländische Unternehmen beendet seine Geschäftstätigkeit;
  • Die Repräsentanz ist im Einklang mit rechtlichen Bestimmungen gezwungen, seine Geschäftstätigkeit einzustellen.

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Im Überblick: Archivierungsverfahren in FTZ, Bankkartenabrechnung und Marktliberalisierung

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China veröffentlicht Archivierungsverfahren für ausländische Investments in den Freihandelszonen

Nach der Genehmigung der Freihandelszonen (Free Trade Zones – FTZs) in Tianjin, Guangdong und Fujian hat das Handelsministerium (Ministry of Commerce – MOFCOM) kürzlich Archivierungsverfahren für ausländische Investitionen in den FTZs veröffentlicht. Ausländischen Investoren die nicht in ausdrücklich beschränkte oder auf der Negativliste verbotene Industrien investieren, unterliegen den folgenden Archivierungsrichtlinien, welche am 08. Mai in Kraft traten.

Ausländer die ein Unternehmen in der FTZ gründen möchten, müssen sich bei einer Online Service Plattform des FTZ einloggen und die Antragsformulare vor der Investition oder innerhalb von 30 nach der Investition ausfüllen. Nach jeder Änderung des Unternehmens, wie Veränderung des Geschäftsumfangs; registriertem Kapital, Unternehmensnamen und vorzeitiger Beendigung sind Investoren ebenfalls aufgefordert, ein Onlineformular   auszufüllen. Die Registrierungsbehörde im FTZ wird für das Archivierungsverfahren Gebühren berechnen. Das Verfahren wird innerhalb von drei Werktagen abgeschlossen. Schließlich muss jährlich vor dem 30. Juni ein Bericht über den Geschäftsstatus eines Unternehmens online eingereicht werden.

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China lockert die Devisenkontrolle: Freier Austausch von Kapital in Fremdwährung möglich

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In den vergangenen Monaten wurden eine Vielzahl an Vorschriften von der chinesischen Regierung erlassen, mit dem Ziel, einige der Einschränkungen, die Teil des Währungskontrollsystems Chinas sind, zu lockern. Die aktuellste ist die Bekanntmachung durch die Staatliche Devisenverwaltung (State Administration of Foreign Exchange – SAFE) vom 30. März 2015 die besagt, dass ausländisch investierte Unternehmen RMB nun aus und in eine Fremdwährung im Kapitalkonto konvertieren können.

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Logistik, Lagerwesen und Transport in China (Teil 2)

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China, weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft und drittgrößtes Land der Erde, erlebt eine unersättliche Nachfrage nach Transport- und Logistikdiensten – so sehr, dass spezialisierte Dienstleister Probleme haben Schritt zu halten, weshalb viele von Chinas Händlern mit innerbetrieblichen Logistiksparten auf eigene Faust losziehen.

In Teil 1 dieses Artikels gaben wir einen Überblick über den Logistiksektor in China und die Faktoren für sein Wachstum, wie etwa die Rolle des Onlinehandels als Katalysator für diese Industrie. Im zweiten Teil werden wir unseren Fokus auf ausländische Investitionen in der chinesischen Logistik- und Transportindustrie legen, sowie auf die spezielle Rolle der Shanghaier Freihandelszone und den zukünftigen Kurs der Industrie.

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Produzieren in Asien, Verkaufen in China: Ein Überblick zur Rechtsstruktur

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Durch das Ansteigen der Gehälter in China, steigen auch die Anforderungen, eine profitable Produktionsstätte in China zu (unter)halten. Das ist die eine Seite der Medaille. China ist zudem ein riesiger Verbrauchermarkt und zwar einer der in Bezug auf RMB Produktumsätze und Gewinne, weitaus mehr verspricht als die reinen Gewinne die eine Produktionsstätte jemals zuvor abgeworfen hat. Ein neues, dynamisches Zeitalter für in China ansässige, ausländische Investoren hat begonnen, die RMB Investitionen aufgeschlossen gegenüber stehen. Gleichzeitig müssen ausländische Investoren in China einer Reihe von Herausforderungen entgegentreten – das Geschäftsumfeld verändert sich. Dies ist keine schlechte Sache, sondern eine Konsequenz von verschiedenen demographischen Entwicklungen, die die nationale Wirtschaft in eine bestimmte Richtung verschiebt.

Diese wesentlichen Fakten bedeuten, dass das jüngst in Artikeln veröffentlichte „Ende” der Goldenen Ära für Investoren in China, weit verfehlt ist. Artikel, die von Journalisten oder unterdurchschnittlichen Bloggern anstatt von Geschäftsleuten geschrieben wurden und somit einen fundamentalen Mangel an Verständnis der Dynamiken mitbringen, welche sicher stellt, dass China – zusammen mit Asien – als ein weltweiter Wirtschaftsmotor für die kommenden Jahrzehnte erhalten bleibt.

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Logistik, Lagerwesen und Transport in China (Teil 1)

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China, weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft und drittgrößtes Land der Welt, erlebt eine unersättliche Nachfrage nach Transport- und Logistikdiensten – so sehr, dass spezialisierte Dienstleister Probleme haben Schritt zu halten, weshalb viele von Chinas Händlern mit innerbetrieblichen Logistiksparten auf eigene Faust losziehen.

Es wird erwartet, dass innerhalb der nächsten 15 Jahre Investitionen von 2,5 Billionen US-Dollar nötig sind um die Nachfrage zu erfüllen, was Chinas Logistikausgaben pro Kopf auf ein Drittel des US-Niveaus bringen würde.

Es steht allerdings fest, dass es nicht an mangelnder Infrastruktur liegt, dass Chinas Logistikindustrie nicht ihr Potential entfalten kann – das Land ist weltführend in Bezug auf Tonnen Frachten pro Kilometer (2917,4 Milliarden), wie auch im Bereich des Binnenwassertransports (110.000 Kilometer schiffbare Wasserwege).

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Zahltag: Rückführung von Dividenden

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Für ausländische Unternehmen mit Zweigniederlassungen in China ist die Rückführung von Bargeld seit jeher eine wichtige, aber auch schwierige Angelegenheit. Chinas Devisenkontrolle unterliegt strengen Auflagen, die den Geldfluss zwischen China und dem Ausland regeln. Eine gute Strategieplanung für die Gewinnrückführung sollte von daher schon in der Gründungsphase einer Niederlassung erarbeitet werden. Die richtige Strategie für die optimale Gewinnrückführung aus China führt automatisch auch zu erheblichen Kostenersparnissen.

Für die Rückführung von Bargeld aus China gibt es verschiedene Wege, von denen der offensichtlichste wohl die direkte Zahlung der Dividenden von der Niederlassung an das Mutterunternehmen ist. Jedoch ist die Rückführung an einige Grundvoraussetzungen gebunden. Ausschließlich Gewinne die bereits Gegenstand der Jahresabschlussprüfung gewesen sind, können auf diesem Weg zurückgeführt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass der Bruttogewinn zu einem Körperschaftsteuersatz von 25 Prozent versteuert wurde (Corporate Income Tax – CIT). Zudem kann ein ausländisches Unternehmen (foreign-invested enterprise – FIE) lediglich Dividenden ausschütten, die Teil des einbehaltenden Gewinns sind. Gewinne der vergangenen Jahre sowie der Gewinn des aktuellen Jahres müssen also den vorherigen Bilanzverlust mehr als nur wieder ausgleichen.

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Asia Briefing Bookstore Catalogue 2013
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